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Schach im Kindergarten

Marion Bönsch-Kauke, Ralf Schreiber
24,80 € *

Das Buch ist eine spannende For­schungsreportage mitten aus dem pulsierenden Leben im Alltag des Kindergartens: Früh Schach lernen und klüger für das Leben werden? Zwei Fragen sollte eine wissenschaft­liche Studie klären:

-Bewährt sich Schach als pädagogi­sches Hilfsmittel im Kindergarten?

-Stimuliert es die Entwicklung der Kinder?

Mit wachen Augen und beherztem Gemüt unterwiesen angeleitete Erzie­herinnen ihre Kindergruppen im Schachspielen. Das Doppellehrpro­gramm berücksichtigte das unter­schiedliche Lernvermögen schach­unkundiger Erwachsener und Kinder. Nach einem Forschungsplan wurde dokumentiert, was Erziehende dabei beobachteten, darüber dachten, und auf welche Weise rund 500 Kinder Fortschritte machten. Durch Ideen und praktische Erfahrungen, wie das Schach am besten zu lernen ist, rei­cherten die Kindergärtnerinnen die didaktisch-methodischen Lehrgrund­lagen an. Dank ihrer Mitteilungen, videografischen Szenen und Gesprä­chen, rund 2539 Quellen, konnten qualitative Daten gewonnen werden. Was kam dabei heraus? Beim Schachspielen waren die Kinder mit ganzer Seele dabei. Daß 3-bis 6jährige Kinder ungewöhnlich aus­dauernd konzentriert sein wollen, einander disziplinieren, widersprüch­liche Gefühle mäßigen, Regeln respektieren, sich trauen würden, beherzt zu handeln und Erwachsene entlasten, verblüffte. Kontaktfreudig,verständig, hilfsbereit, einsichtig und rücksichtsvoll bewiesen die heran­wachsenden Spielkameraden einander verläßliche Spielmoral. Sie suchten das geistige Abenteuer selbst mit Kindern, die sonst unbeachtet geblie­ben wären. Schüchterne Kinder wag­ten, den Mund aufzumachen. Toben­de, lärmende, unruhestiftende Kinder wurden ruhiger beim Spiel. Ent­wicklungsauffällige, „gestörte", kaum führbare, relativ schwierige Problem­kinder besserten sich. Unterschätzte Kinder zeigten ein neu es Gesicht. Stille Begabungen wurden transparent. Umgänglich wirkten Kinder und Er­wachsene, Eltern und Großeltern, aus unterschiedlichen Herkunftsfamilien, mit eigenen Lebenserfahrungen, Na­turellen und Charakteren, zusammen. Die erfreulichen zwischenmensch­lichen Beziehungen beim Schachspiel führten zu einer Atmosphäre, wes­halb man gern in den Kindergarten ging. Alle durften etwas Schwieriges lernen, und dieses Lernen begeisterte! Die "Schach für Kids" -Methode bewährte sich als faszinierendes päd­agogisches Hilfsmittel für Kleine und Große. "Grünes Licht" leuchtet zur flächendeckenden Einführung. Das Buch spricht Erziehungsbeauf­tragte in Aus-, Fort-und Weiterbil­dung, Pädagogen und Psychologen an. Bislang ist uns kein schachwissenschaftliches Projekt bekannt, das früher Bildung und Erziehung derart vielversprechende Zukunfts­maßstäbe setzt.

Leibniz Verlag, St. Goar

 

ISBN 978-3-931155-05-6

408 Seiten, kart.

 

 

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